Stadtbaukunst neuer und alter Zeit vom 20. November 1928
Von Max Feige und G. A. Wolf f.

Seite 10 / Einleitung
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In dem Umbau haben die Porta-Nigra-Stahlholztüren unter anderem für Küchen, Wirtschaftsräume sowie für Garderoben- und Toilettenräume Verwendung gefunden. Bemerkenswert ist ebenfalls die hier in Verbindung mit der Porta-Nigra-Stahlholztür erfolgte Anwendung der mauerumfassenden Stahlblechzarge „Mono", die unter gleichen Verhältnissen gleiche Vorteile bietet. (Bilder 14 und 47.)

Unterstützt wird die gute Wirkung durch entsprechende Farbbehandlung, deren Wahl der persönlichen Auffassung überlassen bleibt. Mit Hilfe neuester Verfahren ist es möglich, die Nachahmung von Naturholz in denkbar vollkommener Weise zu erzielen. Andererseits verdient jedoch wiederum die Schönheit und die Eigenart des 'Werkstoffes Stahl eine ganz besonders charakteristische Betonung als neues Bauelement, das sich von Anfang an in klarer und ehrlicher Art ohne Vortäuschung des Holzes zu erkennen gibt.

Wie bereits der Name andeutet, ist die Porta-NigraStahlholztür eine aus 6 Lagen hergestellte Sperrholztür, welche allseitig mit einem Stahlmantel eingefaßt ist. Dieser Stahlmantel ist nach einem besonderen Verfahren unter hohem hydraulischen Druck mit dem Sperrholz-kern abgesperrt, d. h. so fest verbunden, daß Stahlplatte und Holz ein unzertrennbares Ganzes bilden.

Hieraus erklären sich die mannigfaltigen Vorzüge:

Durch die Anwendung der Hohlkonstruktion und des Panzerholzes wird eine von keiner Holztür erreichte hohe Festigkeit erzielt. Der allseitig umfassende Stahlmantel macht die Tür außerdem unempfindlich gegen Temperatureinflüsse und unveränderlich gegen Feuchtigkeitswechsel sowie feuerhemmend im behördlichen Sinne.

Die Verwendung in Neubauten setzt eine besonders leichte Handhabung voraus. Diesem Umstande ist durch entsprechende Konstruktion Rechnung getragen worden. Dadurch, daß die Zarge auf Wunsch eine Gummidichtung erhält, wird außerdem ein ruhiger Einschlag erzielt.

Die Hohlkonstruktion und die sechsfache Sperrholzlage haben eine schalldämpfende bzw. wärmeschützende Wirkung, die durch eine Korksteineinlage noch erhöht werden kann.

Sehr wesentlich ist natürlich die hygienische Zweckmäßigkeit. Diese Tatsache ist besonders wichtig für Krankenanstalten und verwandte Institute, die zu den wichtigsten und naheliegendsten Verwendungsgebieten für die Stahlholztür gehören. Infolge der glatten, riß-freien Oberfläche ist die Sauberhaltung und Pflege äußerst einfach und leicht. Der Stahlmantel verhindert das Ansetzen von Staub und Krankheitskeimen.

Der architektonischen Gestaltung sind keine Schranken gesetzt. Unter der Leitung erfahrener Spezialingenieure erhalten die Türen mit Hilfe technisch vollkommener Werksanlagen ihre Form und Ausstattung, so daß sie auch rein äußerlich mit ihrer dem heutigen Geschmack entsprechenden sachlichen Linienführung und völligen Glattwandigkeit ein Schmuckstück für den modernen Wohnbau bilden.

Aktualisiert am: Donnerstag, 6. April 2006
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