Stadtbaukunst neuer und alter Zeit vom 20. November 1928
Von Max Feige und G. A. Wolf f.

Seite 10 / Einleitung
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Ein recht interessanter Fußbodenbelag zum Kino und der Verkaufshalle wurde von den Niederbayrischen Quarzitwerken geliefert, deren Werkverkauf in Händen von Dr. Lange, Berlin W 62, Lutherstraße 47, liegt. Es handelt sich hier um eine „Ara" Hartsteinplatte, die aus einer Quarzitbildung besteht und auf chemischem Wege durch Aufschluß der Kieselsäure hergestellt wird. Dadurch wird eine völlig farbechte bunte Kunststeinplatte erzielt im Gegensatz zu den Zementplatten, deren Färbung im Laufe der Zeit durch das Zement leidet. Trotz des Schleifens der „Ara" Hartsteinplatte ist sie infolge Verwendung von kristallinischem Quarzit stets griffig, so daß ein Gleiten verhindert wird. Die Fabrikation der „Ara" Platte wird in Bayern ausgeführt. Die Platten sind so preiswert, daß sie trotz der Transportkosten auch in größeren Entfernungen Verwendung finden können.

Die Firma Stahl & Sohn hat an der Eisenkonstruktion des Palmensaales mitgearbeitet, wo sie die Einfassung der Ballustrade angefertigt hat. Von Stahl & Sohn stammen auch die geschmackvollen Heizgitter und Einfassungen der Bilderrahmen im Palmensaal sowie die Rahmen für die Stuckarbeiten, ferner die Ventilationsgitter, eine eiserne Nottreppe und dazugehörige Gitter, Deckenventilation, Ventilationsgitter im Büfett des Palmensaales und an den Heizkörpern.

Im Türkischen Cafe wurden die Fenstereinfassungen und Ventilationsgitter sowie die Eisenkonstruktionen für die gebogenen Gitter, in der „Bodega" die kunstvoll geschmiedeten altdeutschen Beschläge an den Türen sowie sämtliche Eisenkonstruktionen für die Ventilatoren an den Fenstern, Dächern usw. geliefert

Aktualisiert am: Donnerstag, 6. April 2006
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