<-- Links keine Menüleiste? Klicken Sie hier: Startseite

Stadtbaukunst neuer und alter Zeit vom 20. November 1928
Von Max Feige und G. A. Wolf f.

008 / Abbruch und Rohbau II
00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37
38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55

Um zu einem Einblick in die außerordentlich schwierigen und umfangreichen Umbauarbeiten zu gelangen, ist zunächst eine kurze Besprechung des Bauwerkes in seinem ursprünglichen Zustand erforderlich. Die gesamte Tragkonstruktion wurde im Jahre 1911 von der Firma Steffens & Nölle A. G., Berlin-Tempelhof, in Stahl ausgeführt. Abgesehen von der unverändert gebliebenen Konstruktion für die Räume des Cafe „Vaterland" bestand die Tragkonstruktion in der Hauptsache aus fünf gewaltigen kastenförmigen Rahmen, die mit einer Höhe von ca. 13 m und einer Stützweite von ca. 22 m die beiden untersten Stockwerke in voller Breite ohne Zwischenstützen umspannten. Hierauf ruhten die weniger weit freitragenden Rahmen-, Stützen- und Trägerkonstruktionen der oberen Stockwerke. Bei der Wahl des Baustoffes dürfte bereits damals der Gedanke an etwa später erforderlich werdende bauliche Veränderungen erheblich mitgesprochen haben, da bekanntlich Stahlbauten stets die besten Möglichkeiten zu Umbauten und Abänderungen, selbst einschneidendster Art, bieten.

Alle über und neben dem Cafe „Vaterland" liegenden Räume wurden ohne jede Störung des Betriebes so weitgehenden Veränderungen unterworfen, daß zeitweise neben den Umfassungswänden und einzelnen für die neue Raumeinteilung verwertbaren Konstruktionen der Obergeschosse in der Hauptsache nur noch die vorerwähnten fünf Rahmen vorhanden waren.

Der von diesen überspannte Raum war für die Aufnahme des neuen Kinos bestimmt, Da das Parkett des Kinos tiefer als die Straßenoberfläche liegt, war die Entfernung bzw. Verlegung der die Rahmenfüße etwa in Straßenhöhe verbindenden Zugbänder erforderlich. Hierfür wurde teilweise die zwischen einem Teil der fünf Rahmen einzubauende Tragkonstruktion des Ranges benutzt.

Aktualisiert am: Dienstag, 11. April 2006
info@haus-vaterland-berlin.de
www.haus-vaterland-berlin.de