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Stadtbaukunst neuer und alter Zeit vom 20. November 1928
Von Max Feige und G. A. Wolf f.

006 / Übersicht der Gasträume II
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Zum Löwenbräu.

Wir sind gewöhnt, bayrische Lokale in Eichen oder Nußholz, also dunkelgebeizte Räume zu sehen. Zum ersten Male ist hier alles vom Dunkelblau bis zu den hellsten Tönen gestimmt. Die Stirnseite des Saales wird durch eine Glaswand, deren Fenster die Entstehung des Bieres bis zum Konsum beim Oktoberfest wiedergibt, abgeschlossen. Hinter der Scheibe erscheint der Eibsee mit seinem Hotel und im Hintergrunde die Zugspitze. Auch hier werden Beleuchtungseffekte wirksam.

Türkisches Café

Das Vorbild für die Bildhauerarbeit der Wände gaben die Motive der Hagia-Sophia und des Jildis-Palastes (Schloß des letzten Sultans Abdul Hamid in Konstantinopel). Von den Diwans und niedrigen Taburetts, die zum Sitzen einladen, erblickt man im Hintergrund das bekannte Bild vom Bosporus mit Pera und Konstantinopel. Auf den kleinen Tischchen stehen Wasserpfeifen. Alles ist im maurischen Stil gehalten.

Puszta-Czardas. (Ungarisches Dorf-Wirtshaus.)

Die Fenster der Bauernschenke blicken auf die ungarische Tiefebene, die Puszta, die durch die untergehende Sonne in tiefste Glut getaucht ist.

Wild-West-Bar.

Das Blockhaus in der Prärie ist eine getreue Wiedergabe von Wildwest. Amerikanische Jagdtrophäen hängen an den Wänden, Stall-Laternen leuchten, das Vordach gibt die Sicht frei auf die Prärie des Delaware-River. Den Hintergrund bilden die großen amerikanischen Gebirgsketten der Rocky Mountains.

Ballsaal.

Professor Ernst Stern hat hier einen Raum von besonderem Geschmack geschaffen. Unter schwierigen Umständen wurde die Kuppel des Hauses durch die Baumeister Stahl-Urach und Fritsche umgebaut.

Der Palmensaal setzt sich aus vielen Tausenden von Spiegelteilen zusammen. Die Halbreliefs an den Wänden, deren Glasrückwände von neuen elektrischen Lichteffekten durchflutet werden, tauchen den ganzen Raum in wechselnde Metalloidfarben.

Küche, Keller und die sonstigen Darbietungen des Hauses Kempinski sorgen für fröhliche Stimmung der Besucher.

Aktualisiert am: Dienstag, 11. April 2006
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